Ein Batteriespeicher ist der wirksamste Hebel gegen Drosselverluste. Was er bringt, wie groß er sein sollte und wo seine Grenzen liegen.
Ohne Batteriespeicher kann die Anlage nur den Strom nutzen, der im selben Moment im Haus verbraucht wird. Alles, was darüber liegt, müsste eingespeist werden und wird bei Nulleinspeisung stattdessen abgeregelt. Genau dann, wenn die Sonne am stärksten scheint und der Verbrauch niedrig ist, entstehen die größten Verluste. Ohne Speicher ist Nulleinspeisung deshalb nur sinnvoll, wenn der Tagesverbrauch hoch und gut planbar ist.
Ein Batteriespeicher entkoppelt Erzeugung und Verbrauch zeitlich. Der Mittagsüberschuss wird zwischengespeichert und abends oder nachts genutzt. Das hat zwei Effekte:
Damit ist der Speicher der direkteste Weg, eine Nulleinspeisung wirtschaftlich zu machen.
Zwei Kennwerte entscheiden, wie viel Überschuss der Speicher aufnehmen kann:
| Kennwert | Warum er zählt |
|---|---|
| Kapazität (kWh) | begrenzt, wie viel Überschuss insgesamt gespeichert werden kann. Ist sie zu klein, ist die Batterie mittags voll und es wird wieder abgeregelt. |
| Ladeleistung (kW) | begrenzt, wie schnell geladen werden kann. Liefert die Anlage kurzzeitig mehr, als der Speicher aufnimmt, fließt der Rest in die Abregelung. |
Ein gut dimensionierter Speicher ist auf Anlage und Verbrauch abgestimmt. Pauschale Faustformeln greifen zu kurz; eine fachliche Auslegung lohnt sich.
An sonnigen Tagen ist die Batterie häufig schon am frühen Nachmittag voll. Danach würde wieder abgeregelt. Hier kommen flexible Verbraucher ins Spiel: Warmwasserbereitung, Wärmepumpe und das Laden des E-Autos können den restlichen Überschuss aufnehmen. Solche flexiblen Verbraucher fallen zudem unter §14a EnWG und können reduzierte Netzentgelte bringen. Einen Vergleich der Netzbetreiber bietet der §14a-Atlas. Die wirkungsvollste Kombination lautet daher:
Gegen die Einspeisebegrenzung auf 60 % hilft ein Speicher allein wenig: Lädt er, sobald Überschuss da ist, ist er an sonnigen Tagen oft schon vor Mittag voll und fängt die Spitze kaum auf. Wie viel er an Ihrem Standort auffängt, zeigt der Rechner zur Einspeisebegrenzung 60 %. Was sonst gegen die Grenze hilft, steht unter 60-%-Regel umgehen.
Speicher werden entweder direkt an den Solar-Gleichstromkreis angebunden (DC-gekoppelt) oder über einen eigenen Batterie-Wechselrichter ins Wechselstromnetz des Hauses (AC-gekoppelt). Für die Nulleinspeisung ist beides geeignet; entscheidend ist, dass die Regelung Speicher und Wechselrichter sauber zusammen steuert. Die Auswahl hängt von der bestehenden Anlage ab und gehört in eine fachliche Planung.
Das Soluxion HEMS Plus bezieht Ihre Hausbatterie ein und stimmt sie mit dem E-Auto ab; Laden und Entladen regelt in der Regel die Batterie selbst. Was sie nicht mehr aufnimmt, lenkt das HEMS Plus in Wallbox, Wärmepumpe und über smarte Schalter auch in einen Heizstab. So nehmen gesteuerte Lasten einen Teil dessen auf, was sonst abgeregelt würde. Die Vorgaben zur Steuerbarkeit nach §14a EnWG und §9 EEG erfüllt es ab Werk: vorkonfiguriert und angebunden an die Steuerbox Ihres Netzbetreibers. Auf Basis der Open-Source-Software evcc, mit über 800 unterstützten Geräten, lokal und ohne Cloud-Zwang.
Allgemeine Information ohne Gewähr, keine Fachberatung. Die richtige Auslegung von Speicher und Anlage hängt vom Einzelfall ab und gehört in eine fachliche Planung.