Lohnt sich Nulleinspeisung?

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wie viel Überschuss Sie selbst nutzen und wie wenig Sie abregeln müssen.

Kurz gefasst

Wann Nulleinspeisung sinnvoll ist

Wann sie Geld kostet

Der wunde Punkt der Nulleinspeisung ist das Abregeln. Jede Kilowattstunde, die die Anlage erzeugen könnte, aber wegen der 0-Watt-Grenze nicht erzeugen darf, ist verloren. Besonders an sonnigen Tagen mit niedrigem Verbrauch – etwa wenn tagsüber niemand zu Hause ist – wird so viel Solarpotenzial verschenkt. In diesen Fällen kann die Überschusseinspeisung trotz niedriger Vergütung unterm Strich mehr bringen als reines Drosseln.

VorteileNachteile
weniger Bürokratie rund um die Einspeisungabgeregelter Überschuss geht verloren
maximaler Fokus auf Eigenverbrauchohne Speicher schnell viel ungenutztes Potenzial
Anschluss auch bei vollem Ortsnetz möglichkeine Einnahmen aus Einspeisung
unabhängiger von der VergütungsentwicklungRegeltechnik muss zuverlässig funktionieren

Die Eigenverbrauchsquote entscheidet

Ob sich Nulleinspeisung lohnt, hängt fast vollständig davon ab, wie viel des erzeugten Stroms Sie selbst nutzen. Zwei Stellschrauben helfen:

Erst wenn der Überschuss möglichst vollständig im Haus landet, ist die 0-Watt-Grenze keine Verschwendung mehr, sondern nur noch die letzte Sicherheitsschwelle. Genau hier setzt ein Energiemanagement an.

Faustregel

Reihenfolge Erst Eigenverbrauch maximieren, dann auf null begrenzen. Wer zuerst dafür sorgt, dass Speicher und Verbraucher den Überschuss aufnehmen, muss am Ende kaum noch abregeln und holt das Maximum aus der Anlage. Wie das automatisch funktioniert, lesen Sie unter Eigenverbrauch statt Drosseln.

Mehr Eigenverbrauch, weniger Abregeln

Das Soluxion HEMS steuert Speicher, Wärmepumpe und Wallbox automatisch nach Ihrem Solarüberschuss. So steigt die Eigenverbrauchsquote und die Nulleinspeisung kostet kaum noch Ertrag. Basis ist die Open-Source-Software evcc, mit über 550 unterstützten Geräten, lokal und ohne Cloud-Zwang.

Quellen & weiterführend

Allgemeine Information ohne Gewähr, keine Wirtschafts-, Rechts- oder Steuerberatung. Die Wirtschaftlichkeit hängt vom Einzelfall ab (Anlagengröße, Verbrauch, Strompreise, Vergütung).